Wo blüht es?
Hier auf der Google-Maps Karte "Sumsi’s places to bee".
- Jeder Traktor eine landwirtschaftliche Blühfläche.
- Jede Biene eine private Blühfläche.
- Die Sonnenblumen markieren unsere Kinderblühfelder.
Damit du einen Eindruck davon hast, wie so eine Einsaat aussieht, haben Videos auf YouTube bereitgestellt.
Flächen im Wandel
Frisch eingesät
Blumenkeimlinge beginnen zu sprießen.
Im Boden ist viel leben.
Aufblühen
Mehrjährige Wildblumen entfalten sich.
Die grüne Vielfalt wird sichtbar.
Lebensraum für Insekten, Wildbienen, Schmetterlinge, Spinnen und Mikrofauna.
Pflegeschnitt
Häufigkeit und Zeitpunkt der Pflegeschnitte müssen je nach Fläche individuell bestimmt werden. Im besten Fall wird die Mahd abschnitts-
weise über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen durchgeführt, damit Tiere auf nicht gemähte Bereiche übersiedeln können (Mosaikmahd). Der Schnitt sollte nicht zu tief erfolgen, sondern
in ca. 5 bis 10 cm Höhe.
Spätblüte / Samenbildung
Viele Pflanzenteile welken – es wirkt „unaufgeräumt“.
Futter für Vögel, Verstecke und Unterschlupf für Tiere.
Winterruhe
Pflanzenstängel bleiben im Boden.
Lebensraum: Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten, Larven, Spinnen; Rückhalt für den Boden.
LIBA – Leitfaden für die Insektenförderung durch Blühstreifen im Ackerland
Schönheit neu sehen
Oft stört uns nur, was wir nicht verstehen, das haben wir seit der Vereinsgründung gelernt und möchten dich hier mitnehmen. Blühflächen irritieren manchmal – weil sie nicht in unser gelerntes, "gepflegtes" Bild passen. Doch genau hier beginnt Artenvielfalt: im Loslassen, im Zulassen, im Beobachten.
Unsere Blühflächen sehen je nach Stadium "wild" aus. Sie sind oft eher grün und nicht ordentlich im klassischen Sinn und das ist auch gut so.
Für viele Wildbienen, Schmetterlingsraupen und Käfer ist dies überlebenswichtig, denn sie sind spezialisiert auf einzelne Pflanzen. Anders als Honigbienen, die die fast überall was zu futtern finden. Viele Tiere brauchen bestimmte Pflanzen, Gräser oder Kräuter, um überleben zu können. Aus diesem Grund dürfen unsere Blühflächen auch mal wild oder „verblüht“ aussehen.
🌿 Vielfalt entsteht in vielen Phasen
Nahrung für Spezialisten
Unterschiedliche Wildpflanzen bieten Pollen und Nektar – und zwar genau zur richtigen Zeit für jene Insekten, die sich darauf verlassen. Das Zusammenspiel ist fein abgestimmt. Wir nutzen darum nur mehrjähriges Saatgut, welches auf unsere Region und somit Lebewesen abgestimmt ist. Eine Mischung für Brandenburg hätte andere Pflanzen.
Schutz & Überwinterung
Vertrocknete Stängel, hohle Halme, liegengebliebene Blätter – für Insekten ein sicheres Winterquartier. Hier schlafen Wildbienenlarven, hier spinnen sich kleine Netze in die Stille.
Samen sind Vorratskammern
Was wir als „verblüht“ empfinden, ist für Vögel ein gedeckter Tisch. Distelsamen, Mohnkapseln, wilde Gräser – sie nähren Meisen, Finken und Sperlinge weit über den Sommer hinaus.
Bodenleben fördern statt stören
Bleibt der Boden ungestört, kann sich ein Netzwerk aus Wurzeln, Pilzen und Mikroorganismen entwickeln. Es speichert Wasser, lockert sich selbst, und wird Jahr für Jahr fruchtbarer – ganz ohne Eingriffe.
App ObsIdentify
Wir nutzen zum Nachweis der Wirksamkeit die App ObsIdentify.
Jeder, der Funde von dort hochlädt, erscheint mittels der Koordinaten automatisch, wie hier im Beispiel Lauerstraße in Gerderath. Dafür braucht es nur eine Registrierung und los gehts:
Hier findest du die Bewohner im Kinderblühfeld Hetzerath.
Lerne mit uns, wer alles auf den Blühflächen ein Zuhause findet!
Jetzt App herunterladen!
Biologe Dr. Martin Kleikamp ist dabei!
Wir freuen uns über lokale, fachliche Expertise im Verein. Dr. Martin Kleikamp steht uns bei Fragen beratend zur Seite und hat die Möglichkeit geschaffen, das Leben auf den Blühflächen mit der App ObsIdentify zu dokumentieren und erlebbar zu machen.
Buchtipps
Hier eine Auswahl unserer Mitglieder, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Nahrungsnetze Artenvielfalt von Sigrid Tinz
Ein Buch vom Fressen und Gefressenwerden
Welche Förderprogramme gibt es für die Landwirtschaft?
Gerd und Heinz - unser Team Acker - sind für HBA in enger Absprache mit den Landwirten, Landwirtschaftskammer und privaten Flächengebern.
Für landwirtschaftliche Betriebe gibt es verschiedene Möglichkeiten, Blühflächen im Rahmen von (Förder-)Programmen anzulegen:
Wir nutzen die Öko-Regelungen:
- 1a: Nichtproduktive Fläche auf Ackerland -bis zum 31. März
- 1b: Blühstreifen oder -flächen auf Ackerland - Einsaat
- ....
Mehr Infos im Maßnahmenfinder Biodiversität der Landwirtschaftskammer.
Keine Sorge, wir zahlen nicht doppelt auf eine Förderung, sondern es wird individuell mit jedem Flächengeber eine Regelung gefunden.
Wir möchten unsere Aktivitäten transparent beschreiben. Dazu zählt, die Blühflächen mit Ihrer Wirkung und Herausforderungen zu beschreiben. Hierzu findest du demnächst mehr.